Monokultur und Abholzung

 

Das Wirtschaftswachstum der letzten Jahre in Lateinamerika gründet sich auf den steigenden landwirtschaftlichen Exporten, die von der weltweit zunehmenden Nachfrage nach Lebensmitteln erzeugt werden.

 

Zur Ertragssteigerung wird auf extensive Monokultur und genetisch modifiziertes Saatgut, vorrangig Soja und Mais, umgestellt. Neugewinnung vom Ackerland erfolgt durch die Abholzung von Waldgebieten und die Zusammenlegung von kleinen Landgütern. Die Ausweitung von Monokulturen ist umweltbelastend und wirkt sich sehr negativ auf die bestehenden sozialen Strukturen aus. Beispiele hierfür sind die Vertreibung von indigenen Gemeinden aus den Waldgebieten und die Zerstörung der Existenzgrundlagen kleiner Bauern.

 

Der Zweck heiligt die Mittel? Rechtfertigt der wirtschaftliche Erfolg das Landwirtschaftsmodell der Monokultur?

 

Im Verlauf unserer Reise werden wir sowohl grosse Soja-Landgüter in Argentinien besuchen, als auch die Wüstenbildung in den Regionen Chaco und Formosa, sowie die Vertreibung der Ureinwohner dokumentieren.